Der Freundeskreis Flüchtlingshilfe setzt sich seit August 2013 für Geflüchtete in Böblingen ein. Zur Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen bei der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Vor- und Nachbereitung der zahlreichen Treffen und Veranstaltungen und im vielfältigen Engagement für Geflüchtete wurde im Oktober 2016 erstmals eine 450 Euro-Bürostelle eingerichtet. Dank der Böblinger Bürgerstiftung ist die Finanzierung dieser Stelle möglich. Dafür ist der FFH sehr dankbar.

 

Seit dem 1. Oktober 2018, seit ihrem Ruhestand, hat Frau Helene Kragl die Tätigkeiten in der FFH-Bürostelle äußerst fachkundig und höchstengagiert ausgeübt. An allen 45 zinslosen Darlehen, die der FFH im Zeitraum von 2015 bis 2020 an Geflüchtete in Notlagen gewährt hat, war Frau Helene Kragl federführend beteiligt, von 2015 bis 2018 noch als Mitarbeiterin des Kath. Verwaltungszentrums. Frau Helene Kragl hat alle Darlehensverträge bearbeitet und verfasst und die Rückzahlung der Raten überwacht. Dadurch, dass das Café Asyl seit März 2020 wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, wurde die FFH-Bürostelle donnerstags im Kath. Pfarramt Vater-unser immer mehr zur ersten Anlaufstelle für Geflüchtete in verschiedenen Notlagen und aber auch für Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten. Helene Kragl hat ein Mehrfaches von dem geleistet, was eine 450 Euro-Stelle eigentlich beinhaltet. Zum 31. März hat 2021 hat Helene Kragl ihren Dienst aus familiären Gründen beendet. Diakon Martin Rebmann dankte ihr für ihre großen Verdienste und ihr großartiges Engagement für Geflüchtete und den FFH und überreichte ihr einen Geschenkkorb und einen Blumenstrauß. Mitselbigem konnte er auch bereits die Nachfolgerin, Frau Viktorija Falkner, willkommen heißen. Viktorija Falkner hat in ihrer Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten in einer Kanzlei für Ausländer- und Flüchtlingsrecht bereits viele Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe sammeln können. Martin Rebmann dankte Viktorija Falkner für ihre Bereitschaft, sich für Geflüchtete einzusetzen und wünschte ihr für ihren Dienst viel Kraft, Geduld und Gottes Segen.

Trotz der eigenen schwierigen Situation hat sich das Fachgeschäft die kleine Melone entschieden mittels der Adventskalenderaktion der Stadt Böblingen über den FFH Geflüchtete zu unterstützen.

Frau Schaller (rechts auf dem Bild) überreichte vor wenigen Tagen an Bernadette Peters eine großzügige Spende. Wir bedanken uns sehr herzlich für diese Spende.

Bitte um Spenden

Viele Geflüchtete haben durch die Corona-Pandemie ihre Arbeitsstelle bei Zeitarbeitsfirmen oder ihre Minijobs verloren. Viele Kinder sind auf Nachhilfestunden angewiesen. Der FFH bittet daher um Spenden, um in Not geratene Familien mit zinslosen Darlehen unterstützen zu können. Wir bitten um Ihre Spende an die Kath. Gesamtkirchengemeinde Böblingen, Verwendungszweck „Spende für den FFH“ IBAN: DE12 6035 0130 0000 0024 55;

Zinslose Darlehen für Geflüchtete

Der FFH gewährt für geflüchtete Familien in Notlagen zinslose Darlehen. Im Zeitraum von 2015 bis 2020 konnten 45 zinslose Darlehen mit insgesamt 55.000 Euro ausbezahlt werden. Die Tilgung in Raten von 25 bis 100 Euro monatlich funktioniert sehr zuverlässig.

   

Bitte um Spenden

Viele Geflüchtete haben durch die Corona-Pandemie ihre Arbeitsstelle bei Zeitarbeitsfirmen oder ihre Minijobs verloren. Viele Kinder sind auf Nachhilfestunden angewiesen. Der FFH bittet daher um Spenden, um in Not geratene Familien mit zinslosen Darlehen unterstützen zu können. Wir bitten um Ihre Spende an die Kath. Gesamtkirchengemeinde Böblingen, Verwendungszweck „Spende für den FFH“ IBAN: DE12 6035 0130 0000 0024 55

 

 

Ein Team des FFH unter der Leitung von Werner Wolking unterstützte die Familie Abdul Dauda bei der Wohnungseinrichtung.
Zuerst wurden die Schlafzimmer und auch das Wohnzimmer mit gespendeten Möbeln eingerichtet.

Im April kam es dann zum Aufbau der lang ersehnten gespendeten Küche. Trotz Corona-Krise konnte das Team auch dieses Projekt erfolgreich meistern.

 

 


Foto: Manfred Lambart

Der Freundeskreis Flüchtlingshilfe Böblingen hat am Dienstag, 16. April um 19.30 Uhr zu einer Plenumssitzung im Ökumenischen Gemeindezentrum auf der Diezenhalde eingeladen. Ziel war es, vor den Gemeinderatswahlen mit den politisch Verantwortung tragenden Stadträten und Vertretern der Verwaltung zu beleuchten, wie es um die Integration Geflüchteter in Böblingen steht. Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz, Hans-Dieter Schühle, Peter Grotz, Dorothea Bauer, Helmuth Kurz, Denny Wu, Ingrid Stauss, Jasmina Hostert, Florian Wahl und Eleonore Biester waren dieser Einladung gefolgt. Fast 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen um mit den Kandidaten auf dem Podium ins Gespräch zu kommen

Walter Wejwar vom Freundeskreis Flüchtlingshilfe, der den Abend moderierte, eröffnete die Plenumssitzung mit dem Hinweis auf die von der Stadt Böblingen im Jahr 2015 beschlossenen "Böblinger Erklärung zur Zuwanderung von Flüchtlingen". Diese Erklärung schließt mit den Worten: "Wir sehen die Größe der Aufgabe und verpflichten uns, unseren Teil mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften zur gelingenden Integration beizutragen. Vorort entscheidet sich, was gelingt!" Die Aufforderung an die Vertreter auf dem Podium war, mit einem kurzen Statement Stellung zu dieser Erklärung zu nehmen.

Man war sich einig, dass die Komunen sowohl räumliche wie auch personelle Unterstützung geben müssen und dass Böblingen bei der Flüchtlingspolitik auf einem sehr guten Weg ist. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Integration so gut funktioniert, da sich viele Ehrenamtliche für die Flüchtlinge hier in Böblingen einsetzen. Auch ein großes Engagement in den Schulen, Ausbildungsbetrieben und den Vereinen wurde als sehr positiv herausgestellt. Die Problemfelder hingegen sind Mangel an Wohnungen, hohe Bürokratie beim Familiennachzug und die Herausforderungen in der Sprachförderung.

Martin Rebmann, Diakon der katholischen Gesamtkirchengemeinde, gab einen kurzen Überblick darüber wie sich das Engagement des Freundeskreis Flüchtlingshilfe seit 2013 bis heute entwickelt hat, wo sich nun rund 150 Ehrenamtliche engagieren und ein breites Angebot für Flüchtlinge anbieten können. Dies ist möglich, da in den Jahren ein sehr gutes Netzwerk mit vielen christlichen Gemeinden in Böblingen, dem SV Böblingen, der Bürgerstiftung und der Stadt Böblingen sowie dem Landratsamt entstanden ist.

Einige Gedanken aus derSchlussrunde:

  • auch mal positives berichten
  • Integration hat etwas mit Haltung zu tun
  • über den Tellerrand rausschauen und sehen wie es andere machen
  • ein tragfähiges Netzwerk zwischen Komune, Kirchen, etc ist notwendig
  • Forderung des Spurwechsels von einer Asyl- zu einer Einwanderungspoitik

 Am Ende war man sich einig, dass es diese Diskussionsrunden häufiger geben sollte. Jeder konnte Anregungen für sich mitnehmen. 

Am Freitag, dem 25. Januar 2019 war es wieder so weit: Im Ökumenischen Gemeindezentrum auf der Diezenhalde fand der alljährliche Dankeabend unseres Freundeskreises statt. Pünktlich gegen 19 Uhr begann der Abend mit dem Sektempfang und nach und nach füllte sich der Gemeindesaal.

Annette Neumann-Eberhard begrüßte alle Ehrenamtlichen und moderierte den gesamten Abend an. Der anwesende Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz sowie Ehrenamtskoordinatorin Frau Beata Żelezik-Rebmann sprachen ebenfalls ein Grußwort an alle Anwesenden. Herr Dr. Belz dankte den vielen Ehrenamtlichen mit einem Zitat von Dante Alighieri

Foto: Bernadette Peters

Schon zum zweiten Mal organisierte der Freundeskreis Flüchtlingshilfe zusammen mit den Wirtschaftsjunioren ein „"Internationale Fest der Begegnungen" im Ökumenischen Gemeindezentrum Böblingen. Die Idee ist es Unternehmen und Flüchtlingen ins Gespräch zu bringen um Optionen für Ausbildung und Arbeitsplätze auszuloten, sowie Böblinger Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu geben sich über die Situation der Flüchtlinge bei uns in Böblingen zu informieren.
Das Fest wurde sehr gut angenommen. Viele Böblinger Bürgerinnen und Bürger kamen, um bei Kaffee und Tee, Kuchen und traditionellem Gebäck aus verschiedenen Ländern ins persönliche Gespräch mit Geflüchteten zu kommen. Geflüchtete aus Syrien, dem Irak, dem Iran, aus Afghanistan und Eritrea präsentierten sich als Gruppe. Für weitere Unterhaltung für groß und klein sorgte ein Musical sowie das Spielmobil des Württembergischen Sportbundes.